Die wichtigsten Erkenntnisse sind:
- Stabile Nachfrage, mehr Beratungen: 2025 nahmen 3’291 gewaltausübende Personen Beratungen in Anspruch – ähnlich viele wie 2024. Die Anzahl der Sitzungen stieg jedoch um 10,4 % auf 15’521 und hat sich innerhalb von zwei Jahren um 14,5 % erhöht.
- Lernprogramme etabliert: Die Zahl der Lernprogramme stieg auf 15 und ist mittlerweile in fast allen Schweizer Regionen verfügbar. Dies deutet auf die erfolgreiche Etablierung des revidierten Art. 55a StGB hin.
- Mehr verpflichtende Teilnahmen: 51 % der Teilnahmen erfolgten aufgrund institutioneller Vorgaben oder Anordnungen, 49 % freiwillig oder auf Empfehlung. Gegenüber 2024 nahmen verpflichtende Teilnahmen zu, während freiwillige leicht zurückgingen.
- Hohe Abschlussquote: 91,6 % der Beratungen wurden ohne Abbruch abgeschlossen.
- Profil der Teilnehmenden: 79,5 % der beratenen Personen waren Männer, 20,5 % Frauen. Rund 63 % waren zwischen 30 und 49 Jahre alt.
- Finanzierung: Die Kantone tragen mit 91,5 % den Grossteil der Finanzierung der Organisationen.
- Niederschwelliger Zugang: Für die Mehrheit der Teilnehmenden waren Beratungen kostenlos oder kosteten höchstens CHF 50. Ermöglicht wird dies vor allem durch die Kantone und die einzelnen Organisationen.